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    <title>noblesse horizontale (ein callgirl erinnert sich)</title>
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    <description>ein callgirl erinnert sich</description>
    <dc:publisher>immekeppel</dc:publisher>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    <dc:date>2007-02-01T19:24:08Z</dc:date>
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    <title>noblesse horizontale</title>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/3268107/">
    <title>dr. gaertner</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;I&lt;/font&gt;ch spüre etwas hartes unter mir, ist es holz? ich weiß es nicht. mein kopf schmerzt und die augen wollen sich nicht recht öffnen. von irgendwo her spricht eine männerstimme, nun mein Fräulein, wie geht es ihnen? sie scheint mich zu meinen, ich kenne sie nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich finde mich wieder im speisesaal, auf dem boden liegend, ein leichtes tuch spüre ich, notdürftig über meine füße gelegt  doch ein gefühl, sei es noch so unbestimmt, will sich nicht einstellen zu dem diffusen schmerz in meinem kopf, ihn nicht verdrängen, nein, es ist noch nicht da, das, was man gemeinhin das bewußtsein nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meine augen schaffen es langsam, nicht nur offen zu bleiben, sondern mir auch konturen zu liefern, allein das sehen will nicht recht gelingen. und da ist sie noch einmal, die stimme und eine hand kommt dazu, die nach meiner greift, dann legen sich finger auf mein gelenk, die stimme murmelt ein paar zahlen, etwas helles leuchtet in meine augen und sahen sie eben zumindest noch schemen, so ist da jetzt nichts als ein wanderndes, dunkles blau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich setze mich aufrecht, reibe die augen, die sich entschließen, ihren dienst wieder aufzunehmen. jetzt sehe ich den mann zu der stimme, vor mir auf dem boden hockt er, eine schwarze ledertasche mit metallbeschlägen. um den hals ein stetoskop. nur eine schwäche, mein fräulein, nur eine schwäche. haben sie vielleicht zu viel getrunken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sylvie, sylvie...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie meinen? wer ist sylvie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
blut, überall. tot,  man hat ihr die kehle.. wo ist martin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
martin? ich bin dr. gaertner. josef gaertner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
martin soll kommen, und yussuf. sie werden erklären können...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und dann schütttelt es mich und heiße tränen bahnen sich den weg. ich will aufstehen und höre mich rufen,  mmer wieder:  sylvie, martin, wo bist du? und dr. gaertner legt den arm um mich, hält mich am boden, reicht mir ein taschentuch, darauf sind buchstaben gestickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und dann ist er da, martin, in hut und mantel, die schuhe befleckt mit feuchtem lehm, man sieht sie auf dem boden, abdrücke, dunkel. und dr. gaertner lässt von mir, erhebt sich, fasst martin bei der schulter wie einen lieben freund  und war da nicht ein zwinkern? oder doch nur ein leichtes zucken. die nerven vielleicht, die fahrt, nein, das alles war nicht schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich strecke ihm die arme entgegen, ein kind, dem der vater heimgekommen, lang ersehnt und dr. gaertner stumm daneben, wie die mutter, die sich freut, ganz leise und dann dreht er sich um, bückt sich nach der tasche, die ordentlich gewartet hat, weit geöffnet, die nötigen utensilien bereit für die flinke hand, die sich danach reckt, bei bedarf. doch da ist nichts, so wird sie denn geschlossen, so wie auch martin seine arme um mich schließt, sein mund an meinem ohr, ganz dicht ganz warm und so gebe ich mich hin, ihm und meinen tränen, die immer noch rinnen. und wir küssen uns und ich bin froh und schon scheint alles vergessen, wir stehen und ich fühle nur, ihn allein und niemand ist um uns. da löst er sich einen schritt weit, nimmt meine hände - oh, wie sind die seinen doch so kalt : ach bitte, ich kann nicht bleiben, sylvie, etwas muss geschehen, ich habe..: er verstummt und meine augen flehen, er sieht es und sagt doch nichts und nimmt mich wieder fest an sich, schiebt mich vor sich her, hinaus aus dem speisewagen und zurück in sein abteil. ein kuss, flüchtig die wange gestreift  und schon ist er an der tür und hinaus und seine schritte eilen hinfort. ich lausche ihnen nach bis zum verstummen, doch schon sind dort neue, festere, entschlossene und es klopft an der tür . ich erhoffe yussuf oder befürchte meinen neuen verehrer, den verfechter der haarlosen lüste. doch es ist dr. gaertner. lächelnd, die väterliche hand auf bebender schulter, meiner schulter. ich lächele zurück, mein zaghaftes zugeständnis an die hohe kunst studierter männer, doch er missversteht es als aufforderung nicht an den geist, wohl an den körper. da sitzt er nun neben mir, seine hand mit vertraulicher geste auf meinem knie, eine wohlgeformte hand, schmal, die finger lang  man müsste klavierspielen können, ganz sicher, diese finger wären ein wahrhaft prächtiger schmuck einer jeden tastatur, und nun spielen sie auf meinem schenkel, elfenbein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
war da eben noch zittern, so kehrt es nun wieder, nicht schmerzvoll, nein dankbar. und mein körper sinkt, weiche decken, mein bauch wölbt sich den spielenden fingern entgegen, pianissimo, aber portato, dann crescendo, adagio, glissando...  und dann ist es ein konzert zu vier händen, wassermusik, nass und wogend und dann pfropft er sich auf, der reis und unsere stimmen begleiten das virtouse fingerspiel... sforzato, sforzando, ritardando  ein melismatisches duett al fine....</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-01T19:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2553840/">
    <title>sylvie</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2553840/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;D&lt;/font&gt;ie nacht soll bleiben wie sie ist. eingewickelt in martins arme, zugedeckt, behütet liegen, fühlen, vergessen. doch da klopft es abermals, die tür geht auf monsieur breslauer, vite,. mademoiselle sylvie, isch bitt sie, kommen sie schnell...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
yussufs blick ist wirr, seine bewegungen fahrig. in der linken hält er eine lampe. er zittert. martin erhebt sich, ich hinterher, blicke ins dunkel der landschaft, darin der zug, verschluckt und zum stillstand gezwungen. ich fühle mich künstlich, die ganze zeit schon, seit ich in diesem abteil bin. und jetzt sehe ich die sorge in martins gesicht, und yussuf, wie er immer noch zittert, heftig, sehe mein eigenes gesicht gespiegelt im schein einer lampe. aber da sind wir schon auf dem korridor, yussuf voran, füße, die schritte abspulen, einen nach dem anderen, eilig, aufgeregt. dann stehen wir vor sylvies abteil, die tür ist offen und da liegt sie quer über dem bett, rücklinks und ausgelaufenes blut überall. man hat ihre kehle durchtrennt, ein dunkler strich, hier und da ein wenig verschmiert, genau wie die hände, sie hatte wohl noch zeit, sich an den hals zu fassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
blut auch auf bauch und busen, welche bloß liegen, den rest hat ihre bluse aufgefangen, die offen steht, rechts und links ist der feuchte stoff an ihr herabgesunken, hat sich mit der bettdecke vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-monsieur bresslauer, ier, sehen sie bitte...&lt;br /&gt;
yussuf kniet auf dem boden vor sylvies wunderbaren beinen, deren enden noch in den schuhe stecken, diese schmuckstücke in blau mit ihren kunstvollen absätzen. ob sie mir passen? der kellner, der mein freund sein möchte, hält eine klinge in der hand. es ist das rasiermesser, mit welchem sylvie ihrem ergebensten diener keine stunde zuvor freude bereitet hat. nun hatte man es offenbar für ein menschenopfer benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jemand muss die polizei holen, höre ich mich sagen. und schon bin ich erschrocken, diesmal über mich selbst, war ich doch eben noch auf der flucht und keineswegs erwachsen. polizisten würden mir am ende nur schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die polissei iste bereits ier sagt yussuf und zeigt mit dem meser auf martin. jetzt bin ich vollends durcheinander, ein jüdischer polizist mit amerikanischem pass, der einen mord in einer französischen eisenbahn auf einem deutschen nebengleis aufklären soll? doch martin schaut auf sylvie, auf laken rot von blut, oh schlafende schönheit, geliebtes dornröschen, kein kuss wird dich je wieder erwecken. habe ich da eine träne schimmern gesehen? eine täuschung vielleicht, es ist nicht sehr hell, die lampe spendet ihr licht dort, wo es gebraucht wird, wo gesehen werden soll, was ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bitte nichts anfassen. yussuf, leuchte einmal hierher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sylvies gesicht erstrahlt, der lichtschein spiegelt sich in ihren augen, welche selbst gebrochen, aber weit geöffnet sind. ebenso der mund, erstarrt im moment des erstaunens über das entschwinden der seele. oder auch nur über den menschen, der die klinge führte, rasch, aber präzise und mit einiger kraft, wie martin sogleich bemerkt. seine stimme ist ohne erregung, er entlässt all seine worte in gleichem tone. und ich spüre meinen atem schwach werden, ich zwinge die luft in meine lungen, sie wehrt sich, will nicht und  ich atme schneller, will die luft in mich saugen, ganz tief. doch um mich herum klingen die stimmen ferner, ersterben, das abteil wird weiß, martin wird weiß und yussuf auch. dann spüre ich meine beine nicht mehr, nur noch einen dumpfen schlag gegen knie und kopf und dann nichts mehr...</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-20T16:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2513366/">
    <title>nachtlager teil II</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;D&lt;/font&gt;er schaffner bemerkt meine verständnislosigkeit, greift meine hand, drückt, streichelt, nimmt die andere dazu, hält meine beiden in seinen beiden, lächelt es wird wunderbar sein mit dir. dann schaut er an mit herunter, löst sich, seine hände werden andern orts gebraucht. er nimmt seine mütze vom kopf und sezt sie auf meinen. dann  ach bitte englein, dreh mir deinen rücken zu  hilft er mir aus meiner jacke, ein kurzer ausflug zu meinem busen, ein verschnaufer darauf, ein atmer in meinem nacken und sie stellen sich auf, nein, ich will das nicht und sie tuns doch. und da hat er schon meinen rock herunter und seine jacke aus. die legt er mir jetzt um die schultern. nun zieht er seine stiefel aus, die schwarzen, brav geputzen  tut er das oder macht das seine frau? Hier, mein schönes kind, mein holder engel, nimm diese wunderbaren stiefel und zieh sie dir an. wir wollen uns doch die beinchen nicht verkühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es ist mir widerlich doch mein körper lügt. die warzenstehen steil und alles blut drängt bauchwärts. der schaffner hat sich in den waschraum begeben, kommt mit seife und einer schale zurück, ruft sylvie zu sich und übergibt ihr die dinge wie wertvolle juwelen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- herrin, ihr ergebenster diener.&lt;br /&gt;
- sagt, habt ihr gesündigt?&lt;br /&gt;
- nur ein wenig mit dem hirn.&lt;br /&gt;
-ich will es hören.&lt;br /&gt;
- ich hab mir gewünscht, dieses schäflein zu scheren. Und ihr habt mir dabei geholfen.&lt;br /&gt;
- das lässt sich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und da zieht sie mir den schlüpfer herunter, nimmt den pinsel vom bett, auf welches ich mich legen soll, die beine gespreizt verteilt sie die seife, mit absicht ganz langsam und immer mehr, das wasser ist kalt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- lieg still, sonst schneid ich dich am ende. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die stimme ist scharf wie das messer, das da unten kratzt, langsam, stück für stück die locken nimmt, während der ergebenste diener sein gemächt exponiert, es liebkost und dabei immer wieder schaut und leise stöhnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- ach herrin, welch appetitlich kleiner hügel, zart und weiß, wie gern tät ich ihn besteigen. ach bitte, herrin, lass es einmal aufstehen, das englein und näher kommen, lass es die hand an die mütze legen und einmal schwer mit den stiefeln auftreten. ja kind, lass mich dich anschauen, mach mir diese freude, damit es die strafe wert ist, die mich gleich ereilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und da steh ich vor ihm, in seinen stiefeln und meinen strümpfen, die sich die beine herunterrollen und zeige mich und er kniet und schaut meine blöße und reibt sich und stöhnt und dann reißt sylvie mich zurück aufs bett, packt den schaffner bei den haaren, dass ihm fast der nacken bricht und schreit die finger weg, sofort. das hab ich nicht erlaubt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und er lässt die arme sinken und steht auf und steil steht sein glied und schaukelt leicht und zittert und er senkt den blick und dreht sich weg und sylvie hat plötzlich eine rute in der hand. damit schlägt sie den ergebensten diener auf das entblößte gesäß, er taumelt gegen die wand und stützt sich mit den händen und sein schwanz zuckt und er stöhnt und sie schlägt wieder und wieder und schreit dabei ich hab es nicht erlaubt, das hab ich dir nicht erlaubt und &quot;wie kannst du es wagen? und er stöhnt in lust und stöhnt nach mehr und dreht sich um zu mir und geht in die knie, auf die knie und seine hand streckt sich nach meinem geschlecht und sylvie schlägt ihm auf die fußsohlen, wieder und wieder und sein schwanz zuckt schneller und mit ihm der mund und die hände sinken und sylvie befiehlt finger weg doch er muss ihn packen und dann spuckt es aus ihm heraus, drei mal, vier mal und dann hört es auf und er sinkt vornüber die knie auf den bauch in sein weißes nass und noch einmal zuckt der ganze körper, rollt auf den rücken und seufzt schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann steht er auf, der ergebenste diener, sieht weder mich noch sylvie, begibt sich abermals in den waschraum, man hört wasser, eine kleine weile. er kommt zurück, verlangt mütze, jacke und stiefel, längst stehen sie da und ich bin wieder in meinen kleidern, immer noch verwirrt über dieses spiel, doch sylvie lacht stumm und ich soll rauchen und da ist auch schon das glas gefüllt, wie es sein sollte, gemütlichkeit war versprochen, vielleicht würde dies jetzt nachgeholt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der ergebste diener ist wieder der schaffner und zieht von dannen und wir frauen sitzen stumm und rauchen und nippen vom wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerade will ich fragen, da klopft es abermals an der tür, sylvie öffnet, es ist martin, rasch schlüpf er hinein, ein kurzer kuss für sylvie, ein lächeln für mich  alles bestens? ja, danke. ich will protestieren und da ist er schon neben mir mit einem glas, prostet mir zu und ich glaube immer noch, alles hier ist ein traum, dass ich hier sitze in diesem abteil, das es gar nicht mehr gibt, nicht so und nicht in dieser funktion. aber es ist da und ich sitze hier neben martin, der alt sein müsste und doch jung ist, schalkheft sogar, jetzt und dann hab ich endlich seine lippen auf meinen und ich möchte ihn halten, ganz fest und nicht mehr loslassen und dann endlich aufwachen und alles ist gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch wir küssen weiter und sinken auf das bett und ich höre die tür und schaue einen moment zwischen den küssen und sylvie ist verschwunden.</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-11T08:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2467578/">
    <title>nachtlager teil i</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2467578/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;D&lt;/font&gt;och die scheinbar schreckensreiche lächelt gnädig, lässt mich noch kleiner fühlen, und bietet mir zu rauchen an. nie zuvor hatte ich das bedürfnis verspürt, vor meinem mund ein kleines feuer zu entfachen, doch jetzt musste abel es mit kain aufnehmen  wessen rauchopfer würde schlussendlich gewürdigt? so griff ich nach dem dargebotenen, selbst der schachtelmatrose schien entzückt. martins flämmlein spiegelte sich in seinen gottverfluchten augen, der teufel soll mich holen und wie er beißt, der raue qualm, ob der zugwagen mit mir um die wette bläst? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- das fräulein tochter, nehme ich an?&lt;br /&gt;
welches spiel ist das, wie sind seine regeln? martin widerspricht auch diesmal nicht, und wenn man ihn doch so offensichtlich kennt, warum dann nicht seine tochter? &lt;br /&gt;
- ich habe von ihnen gehört, meine liebe. kein mann kann seine sünden vor mir verbergen, und seien sie noch so gering und heimlich getan. doch meine hochachtung. ihr vater hat auch hier geschmack bewiesen, von ihm ist wenig an ihnen, vielleicht etwas von dem verstande, nützlich wär dies allemal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es ist gut wie sie so redet, mein rauchopfer verfliegt ungesehen, erspart mir regelmäßige inhalation, der schwindel legt sich, ich werde müde. die blaue dame haucht meinem vaterersatz einen kuss auf die wange und einige wörter in sein ohr, sein blick wird starr, yussuf streift die szene mit dem serviermobil, martin flüstert etwas zurück, der teewagen klappert, dann schlägt etwas von unten gegen den waggon, und noch einmal, es ruckt, geschirr fliegt und mit ihm die blaue dame, die reste meines kaffees malen braune wolken auf das tafelweiß. dann steht der zug und mit ihm die blaue dame wieder auf. und yussuf entfernt seine mundwinkel der schwerkraft und der situation zum trotz weit voneinander und hoch nach oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der schaffner kommt, seine knöpfe sind immer noch blank, doch fehlt ihm jetzt der hut und mit ihm auch die würde. eine weiche sei falsch gestellt, der zug auf ein nebengleis geraten, hier müsse er nun stehen bleiben, sicher für ein paar stunden, niemand von der bahn sei abkömmlich, man murmelt sabotage, und die verantwortung für den zug liege schließlich bei den engländern und nicht bei der deutschen bahngesellschaft. so etwas käme bei den deutschen ja auch ganz sicher nicht vor und wer könne denn auch interesse an einem anschlag haben, nein das seien ganz sicher die russen, ja und wozu der so alles fähig sei, der russe, das hätte man in der letzten zeit ja schon so oft erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so schaue ich denn durch den speisewagen und suche nach dem verfehmten russen, dem übeltäter und fluchtverhinderer, aber auch diesmal ist martin der retter. er bittet in sein privates compartement, schlafwagen, die nummer 52, sein glückslager. und mein herz schlägt schnell und mein kopf wird heiß und meinen busen drängt es nach der fremden brust, nach fremden fingerspitzen, die das terrain ertasten, immer und immer wieder, bis es schließlich ganz vertraut geworden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da folge ich ihm und der blauen dame denn auch willig die schmalen korridore entlang, von waggon zu waggon bis wir schließlich zu abteil 52 gelangen. schlafwagen 3309 geht mir durch den kopf. es wird wohl kein schneesturm kommen. und wenn und da öffnet sich die tür und ich fühl mich versetzt in ein abenteuer, das nicht sein kann, nicht in dieser zeit, es gibt ihn doch nicht mehr, nicht in dieser form und doch ist er da, der schlafwagen mit den intarsien und den betten nebeneinander, daran der waschraum und ein apartement mit einem bequemen fauteuille, humidor in der lehne inklusive. jetzt verwirrt es mich schon nicht mehr, dass auch die blaue dame mit von der partie sein wird, eine hoffentlich formidable nachtpartie. doch da wendet sich martin bereits wieder zur tür, flüstert der blauen dame abermals etwas ins ohr, sie nickt, er verlässt uns und sie kommt zu mir herüber, nimmt meinen arm, drängt mich auf der seidenen tagesdecke platz zu nehmen.&lt;br /&gt;
-unser freund hat noch etwas zu erledigen. Gleich wird yussuf kommen. eine erfrischung für die nacht.&lt;br /&gt;
und dann bietet sie mir erneut eine zigarette an, nimmt eine für sich selbst und da ist sie auch schon umarmt von dem herrlichen sessel. sie kreuzt ihre beine, wunderschön, durch die zarten strümpfe haarlos, so ziehe ich meine noch ein wenig fester an mich heran, halte die zigarette ungeschickt, spüre abermals die tückische röte in mein gesicht steigen, mein gegenüber nimmt es amüsiert, steht auf, streckt ihre hand aus, ergreift die meine einen moment lang innig, zärtlich, dann wieder fest, fixiert meinen blick, in ihren augen reflektionen abertausendfach, die laternen der herbeigeeilten monteure, so vermute ich und dann sagt sie ganz freundlich: ich bin sylvie.&lt;br /&gt;
-therese, bringe ich zustande und da klopft es auch schon an der tür und herein kommt, nein, nicht yussuf, der ersehnte, es ist der schaffner. schon will ich erschrecken, da lächelt er und zeigt auf ein tablett in seiner hand, darauf drei gläser und zwei karaffen, wein in der einen, sodawasser in der anderen, stellt alles auf ein tischchen beim sessel. dann hält er sylvie ein couvert entgegen. sie öffnet, zieht eine notiz heraus, liest, atmet heftig, lächelt, dass es einen gefrieren möchte und knüllt das blatt mit solcher macht, als gelte es einen leibhaftigen feind zu zerschmettern. der schaffner hat von all dem nichts gesehen, er macht sich an seiner jacke zu schaffen.&lt;br /&gt;
-der herr breslauer hat mir gesagt, die damen hätten etwas schönes für mich, ich solle sie nur aufsuchen, es solle mein schaden nicht sein. nun, da bin ich und ich habe weit erbaulicheres für uns als nur ein wenig wasser und wein, auch wenn der wein  zugegeben - einer der besten ist, die der keller unseres haus  und er sagt tatsächlich keller und haus  zu bieten hat. da hält er schon einen gerollten packen in der rechten, legt ihn neben mich auf das bett und macht sich daran, seinen inhalt zu entrollen. ich will meinen augen nicht trauen, zum vorschein kommen seife, ein pinsel und ein rasiermesser. mit einem solchen logiergast für die nacht hatte ich nicht gerechnet.</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-08-01T17:46:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2413545/">
    <title>speisung</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;M&lt;/font&gt;an beobachtet mich. so muss ich denn meine wunderbare speisung mit vorgeblicher unlust behandeln, zögernd gabel um gabel zum munde führen, obgleich ich das gute hühnchen mit samt reis und bohnen am liebsten mit dem spaten in mich hinein geschaufelt hätte.  und wieder lächelt mein gegenüber, das gesicht wird von bissen zu bissen glatter, die augen wach und die pupillen weit. ich fasse nach dem weinglas, da berührt seine hand die meine, und da ist sie wieder, diese lust des heimlichen, doch ich bin verändert und meine hand weicht und zieht das glas davon, der wein schwappt hoch gegen den rand, doch da ist der kelch bereits an meinen lippen. ein duft von altem eichenholz und veilchen, dann wärme auf meiner zunge, ich kaue den schweren wein und lasse ihn dann hinab durch meine kehle. wärme auch hier, und weiter in meine brust, die glieder werden schwer, doch nur einen flüchtigen augenblick. und ich schaue tief in diese neu erkannten augen und kann nicht mehr fort und ganz plötzlich wird mir angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dein name?&lt;br /&gt;
- bitte?&lt;br /&gt;
- ich habe dir meinen namen gesagt. jetzt möchte ich deinen wissen.&lt;br /&gt;
- therese. &lt;br /&gt;
- therese?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich nicke und erlege dabei ein paar bohnen mit meiner gabel. yussuf chauffiert einen großen servierwagen durch die reihen, darauf verschiedene schüsseln, platten und körbchen mit obst, cremespeisen und torten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine wunderbare stückschen tarte für wunderbare fräulein tochter? und da steht sie auch schon, die schwarzwälder kirschtorte, ein stück davon auf einem zierlichen teller aus weißem porzellan. und jetzt erst bemerke ich das viele weiß um mich herum und die angst tauscht sich aus gegen einen diffusen schmerz irgendwo zwischen kehle und magen und es ist nicht der wein und nicht das essen, ich wünschte, es wäre der mann, dieser indifferente mensch, der mich verwirrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
therese sagt dieser und spricht es französisch. und noch einmal therese, wie ganz von ferne und ich blicke auf und draußen dämmert es. die landschaft verliert an kontur sowie das gesicht vor mir. meine hände halten sich an glas und gabel fest und ich weiß nicht, welches ich zuerst an den mund führen soll. Mein blick wandert umher auf der suche nach etwas anderem als weiß und da sitzt sie am ende des speisewagens, eine dame unter einem königsblauen hut mit straußenfedern. darunter eine stimme, laut und leicht gewöhnlich, aber mit offenem timbre. und dann lacht sie, lacht und dieses lachen schwingt zu mir her, nimmt meine angst, wirft sie fort und steckt mich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
therese, sie bezaubern mich. er nimmt meine hand, zwingt mich, sie von dem glase zu lösen. darf ich sie fotografieren. ich will sie so, mit diesem lächeln, ich will das es bleibt. bleibt auf ihrem gesicht und niemals mehr fortgeht. und dann zieht er einen seltsamen dicken stift aus seinem jackett, ganz silbrig ist er dieser stift, hat einen verschluss, den schaubt er ab und dann legt er den stift vor sich hin, schaut versonnen, lächelt und schaut und es schnurrt ein wenig, dann schraubt er wieder und der stift verschwindet zurück in die kleider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- mein liebstes spielzeug, therese. ein geschenk meines besten freundes.&lt;br /&gt;
- damit kann man fotografieren?&lt;br /&gt;
- ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder eilt yussuf herbei, flink wird das geschirr gestapelt und schon ist es abgeräumt, ein wedel fegt hurtig über das tischtuch, und da stehen auch schon zwei tassen mokka vor uns auf einem silbernen tablett und wieder ein wimpernschlag und dazu gesellen sich milch und zucker in viktorianischem silber. da erschallt wieder dieses lachen, der hut erhebt sich und die federn wippen im takt der schritte, die blaubehütete dame schreitet auf hohem absatz in weiße seide gehüllt, dazu eine handtasche nach der neusten mode, oh, sie raucht, zigaretten, amerikanisch noch in der originalen box. die blaue mit dem seemann, filterlos. aber da ist auch schon die filterspitze, lang, silbern mit schwarzem mundstück. da hält sie an neben unserem tisch, nickt martin zu und da hat er auch schon sein feuerzeug in der hand, sie zieht, stösst den rauch aus durch offene nüstern, ein streitross und in mir, da schmerzt es wieder. verrat, denke ich und betrug, hat sie mich doch eben noch lachen gemacht, wie rasch ist alles doch im wandel...</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-22T06:19:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2353802/">
    <title>fahrt</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2353802/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;U&lt;/font&gt;nd so sitzen wir schweigend ins eigene lächeln versunken und die räder schleifen den eisernen strang , ratatamm, ratatamm, es wiegt uns, trägt uns fort und hindurch durch die landschaften vor unserem fenster, unter bergen entlang und an wassern, mit wiesen, bäumen und würfeln aus stein und lehm und ziegel. und am himmel die selbe sonne, scheint auf alle gleich, wärmt und dörrt und fragt nicht nach sitte, ansehen und moral. so mag der rechtschaffene verhungern und der mutwillige dahinsegeln auf seiner yacht über türkisenem grund, das ist der sonne so gleichgültig wie den wolken, dem regen und dem wind, der die mühlen treibt und das meer peitscht, auf dass die schifflein darauf tanzen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schon lange schauen wir uns nicht mehr an, da gehen schritte auf dem gang der schaffner fragt die reisenden nach dem billet . ich erschrecke, daran hatte ich nicht gedacht, ich hab ja nur den koffer mit den kleidern, manche davon ungewaschen, wohl auch faltig, aber an geld, daran war kein gedanke und der schaffner kommt näher und die fahrkarten bitte und danke und nachlösen und 2 mark, bitte sehr die dame, meine empfehlung, einen schönen tag noch die herrschaften und da geht sie auf die tür und herein schaut der mann mit der roten mütze, der jacke, blau, die knöpfe aus messing, schwarz die hose, mit goldenem streifen und stiefel schwer und blank  zug rauf zug runter... die fahrkarten bitte. und mein zufallsbegleiter zieht eine brieftasche aus dem jackett, daraus eine karte, reicht sie dem fordernden, der nimmt haltung an, wird beflissen, nickt, reicht das billet zurück, nickt wieder wünscht eine gute reise, die herrschaften und fragt noch, ob man nicht lieber in die erste klasse wechseln wolle, das compartement des herrn oberst sei frei, alles nach seinen wünschen. doch der so angesprochene nickt und schaut wortlos und klappt die augenlider, zieht die nase erst ein wenig nach rechts, dann nach links und schon ist er verschwunden, der schaffner, nur seine stimme wandert weiter die fahrkarten bitte, danke, schönen tag, gute reise und fort, die gänge entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- würden sie mir die freude machen und mich in den speisewagen begleiten? &lt;br /&gt;
meine wangen werden warm, ja, ich spüre die leere in meinem bauch, schon seit stunden keine mahlzeit, nicht einmal ein stück obst oder ein plätzchen und auch kein wasser, keinen kaffee oder tee.&lt;br /&gt;
- das ist sehr freundlich von ihnen, aber ich habe keinen hunger.&lt;br /&gt;
- dann schauen sie mir wenigstens dabei zu. sagen sie ja, nehmen sie einen kaffee, lächeln sie, ich esse so ungern allein.&lt;br /&gt;
und schon hat er meine hand genommen, mich aufgestellt und zur tür geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir sitzen im speisewagen während es draußen dämmert. &lt;br /&gt;
- sie haben kein billet, nicht wahr? &lt;br /&gt;
und wieder wird mir warm im gesicht, doch ich halte den blick.&lt;br /&gt;
- haben sie denn ein ziel? &lt;br /&gt;
nein schüttel ich meinen kopf,&lt;br /&gt;
- ich weiß nicht einmal, wohin dieser zug hier fährt.&lt;br /&gt;
- nach athen. aber einen pass haben sie sicher auch nicht?&lt;br /&gt;
- ich habe nichts, kein geld, keine papiere, alles was ich habe sind die kleider auf meinem leib und ein paar ungewaschene in meinem koffer. &lt;br /&gt;
- kummer mit dem bräutigam? oder doch eher dem herrn papa?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und da sprudelt es aus mir heraus, die geschichte mit rebecca, das sanatorium, die eltern, ohne hoffnung, die innere drangsal, die mich trieb, hin auf den bahnsteig und hinein in den ersten besten zug, abfahrbereit am bahnsteig, fort nur fort, immerzu, immer nur weiter, weg von all der erinnerung, den kopf fest geschüttelt, raus damit, raus mit den gedanken, dem hindernis meines werdens und dann schüttelt es mich und ein kellner tritt zu uns an den tisch, ein junger mensch kaum älter als ich mit augen groß  und dunkel wie pflaumen, vollen lippen und einem kleinen bärtchen wie dieser schreckliche schauspieler willy birgel ihn trug oder neuerdings dieser amerikaner, clark gable, diese bleichen gesellen mit ihren zerfurchten stirnen und ohren, die bis nach arabien lauschen konnten. des kellner anblick jedoch erspart uns solch stirn und ohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- guten abend herr oberst. was darf isch ihnen bringen? er sagt tatsächlich innen und bringken und kappt dem herr das h&lt;br /&gt;
- was empfehlen sie mir, yussuf?&lt;br /&gt;
- wir aben eute original türkisch kebab mit wunderbar duftende reis und köstlisch bohnen. dazu vielleischt ein rotwein, nischt zu schwer.&lt;br /&gt;
- oh, einen toten hammel könnte ich nicht ertragen, nicht heute abend. bring mir hühnchen in rahmsauce, dazu gern eine portion deines duftenden reis.&lt;br /&gt;
- keine gemüs?&lt;br /&gt;
- oh yussuf. dann eben bohnen. aber schwarze. &lt;br /&gt;
- und ein karaff rotwein mit deux verre. ein bezaubernd jung frau sie begleiten ce soir. sischer ihr fräulein tochter, nest-ce pas?&lt;br /&gt;
- zwei gläser, von mir aus. aber lass diese dummen scherze...&lt;br /&gt;
mein begleiter gibt dem beflissen davon eilenden yussuf einen scherzhaften klaps auf den hintern und wendet sich dann wieder zu mir.&lt;br /&gt;
- sagen sie, ist ihnen kalt?&lt;br /&gt;
- ach, sie meinen mein kopftuch? nein, ich hab nur. ..&lt;br /&gt;
- so ists viel besser. tragen sie ihr haar immer so kurz. ist das jetzt modern in deutschland?&lt;br /&gt;
- eigentlich bin ich schweizerin. aber mein vater ist deutscher. und sie, sie sind dann offenbar kein deutscher?&lt;br /&gt;
- amerikaner.&lt;br /&gt;
die frisur scheint vergessen&lt;br /&gt;
- sie haben keinen akzent.&lt;br /&gt;
- nein, ich bin jude.&lt;br /&gt;
- das versteh ich nicht, ich dachte sie seien oberst. für welche armee arbeiten sie denn nun?&lt;br /&gt;
- schön, dass sie arbeiten gesagt haben. oh ja, und verzeihn sie, ich hab mich ihnen noch gar nicht vorgestellt. breslauer. martin breslauer. bitte machen sie mir das vergnügen mich martin zu nennen. &lt;br /&gt;
- sie haben glück gehabt.&lt;br /&gt;
- nicht direkt. meine eltern sind bereits in den 20er jahren aus schlesien nach boston ausgewandert. ich bin erst dort geboren. doch zu hause wird deutsch gesprochen. die schwester meiner mutter hatte allerdings weniger glück. sie gilt immer noch als vermisst. es gibt keine dokumente. ihr letzter brief kam aus athen. seither reise ich immer wieder&lt;br /&gt;
yussuf kommt mit einem teller voller huhn mit reis und bohnen auf der einen hand zurück, auf der anderen balanciert er ein silbernes tablett mit einer karaffe und zwei gläsern.&lt;br /&gt;
- isch abe mir erlaubt, die wein bereits in die küsch zu decantieren. bordeaux von mouton rothschild, 1947 nischt zu kalt, ganz so wie sie ihn lieben, martin.&lt;br /&gt;
- sie beide kennen sich wohl gut? &lt;br /&gt;
natürlich war das eine dumme rede meinerseits, denn beide gingen so vertraut miteinander um, als wären sie seit langem befreundet. seltsam, ein oberst und ein kellner....&lt;br /&gt;
doch das huhn duftet aufdringlich in meine nase hinein, bohrt sich ein in meinen magen, lässt allen speichel in windeseile zusammenfließen. mein gegenüber muss es mir angesehen haben, denn er winkt yussuf noch einmal zurück &lt;br /&gt;
-bring der jungen dame noch einmal das gleiche&lt;br /&gt;
und mit noch einmal die gleisch für die fräulein tochter bewegt sich yussuf hüftschwingend zurück in die küche. keine zwei minuten später steht ein huhn in einer rahmsauce auf einem teller schwimmend vor meiner nase und macht mich zum ersten mal seit langem wieder richtig glücklich.</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-15T20:56:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2321448/">
    <title>flucht</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2321448/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;M&lt;/font&gt;eine abreise verlief ebenso unspektakulär wie mein ankommen. auch wunderte ich mich über meine absolute teilnahmslosigkeit gegenüber den menschen und dingen, die mir während meines zweimonatigen aufenthaltes in der genesungsanstalt widerfuhren. einzig dr. brodesser schien wichtig und der gedanke an ihn ergoss sich in einem harten strahl der empörung über meinen leib. ich war dem manne zu diensten, er labte sich an mir, zwang mich in die lustqual nächtlichen schweigenmüssens und machte mich damit wund und gierig und entledigte sich dann meiner scheinbar ganz ohne grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da standen wir nun, mein koffer und ich, vor dem großen tor, eine fahle wintersonne als herold des nahenden frühlings, welcher meine knospen jedoch nicht zur blüte trieb sondern bloß verkümmern ließ. ein auto fuhr vor und spuckte mir meine mutter vor die füße. mir war kaum nach reden zu mute, doch zwang ich mich zu würdevoller haltung, lächelnd um eine sorglose seele bemüht. kissen reden nicht und tücher und kleider, über alles hatte ich mein leid geworfen, einfach abstreifen und wegwerfen und sein. später...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die fahrt schweigend, kilometer um kilometer, landschaften zogen vorbei, sichtbar aber nicht greifbar, begreifbar, antastbar, unantastbar. du wirst einiges nachholen müssen, willst du dein abitur noch schaffen. vielleicht ist es besser, du wiederholst das jahr. ein jahr, das ist sonne, wind, regen, nebel, schnee, das heißt aufstehen, sitzen, zuhören, reden, schreiben und den geist füllen und das herz leeren und die zeit fressen und das leben rückt weiter, verliert sich oder ich mich in ihm...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu hause rettete ich mich sogleich in mein zimmer. gab es ein entkommen oder sollte ich mein dasein weiterhin im aquarium der bürgerlichen gesellschaft fristen, an welchem sich die wohlgeratenen die nasen platt drückten, ihre finger nach mir reckten und voll wohligem abscheu ekel oder irrsinn rufend ihre zupassgekommene existenz rechtfertigten. nein!. und noch war mein koffer gepackt. die familie mit sich beschäftigt. lautlos schlüpfte ich hinaus, das gepäck mit fester hand geschultert, in der anderen hand ein paar stiefel, der winter lies nicht los, noch nicht, und wieder hieß es still, kein geräusch und unruhe kroch mir in den leib und hetzte den atem, machte schwindel und lust. nur noch ein schritt, hin zur tür, und bleib doch still und hinaus durch den wirtschaftraum und flink in die garage. herum, hinten, nur herum, und sei doch still du liebes herz und renn mir nicht davon. die straße herauf, schlendernd, niemand weiß, soll ahnen, nur weiter zum bahnhof und laut klopft das herz und treibt den schritt und der schritt treibt das herz. da ist er schon, der rettende steig und wenn er nur kommt, der eisenhans, mit schnaufender schnauze und stählernem schritt, schnell hinein, das ziel, welches ziel, nur fort und hinweg und weit und schnell rattatam, rattatam, rattatam...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich sitze im abteil, meinen koffer neben mir auf dem sitz, kopf und schulter daran gestützt. mir gegenüber ein herr mit müdem gesicht, bartlos unter breitkrempig behütetem haupt, daran ein paar haare wie silber, schwarzdurchwirkte brauen beschließen die furchige stirn, seine nase ist fein, lang und gerade, die wangen glatt, der mund groß, das kinn schön geschwungen. ich möchte ihn küssen, da greift er zur zigarre, fängt meinen blick, zögert doch dann die frage darf ich? und da brennt sie auch schon und der blaue rauch mischt sich mit der farbe seiner haare sein atem schickt ihn zu mir, er wässert die augen und kitzelt die nase hatschi nud da fliegt mir schon ein taschentuch entgegen, groß, weiß und von feinstem linnen. w steht da dunkelrot gestickt. das gesicht lächelt und ich schnäuze mich und mein gesicht lächelt zurück und sein mund bläst blaue wolken und ich möchte ihn immer noch küssen...</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
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    <dc:date>2006-07-10T20:43:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2294105/">
    <title>spiel</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2294105/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;D&lt;/font&gt;r. Brodesser kam heimlich. nicht jede nacht, denn viel hielt er nicht in händen, was er mir hätte bieten können. und in meinen händen lag nun nichts als sein männlichkeit, welche das wort allein lügen strafte. doch da er offenbar seine existenz weniger über seine tätigkeit als arzt denn über seine qualitäten als sexuelles wesen definierte, spielte ich sein spiel. Und nicht nur das. Zu erkennen, welche macht in derlei spiel lag bereitete mir ein so großes vergnügen, dass ich gefahr lief, süchtig zu werden, süchtig nach der lüge, welche mit der bestätigung einer körperlichen sensation einherging, die ihn auftrumpfen ließ, seine augen glänzen machte seine hände weich und die stimme leise rau und versagen, wann immer er sich auf dem gipfel befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich spielt mit ihm während er dachte, es sei sein spiel. doch mein größter trumpf lag zwischen meinen beinen: der schoß, welchen ich ihm stets verweigerte mit dem hinweis auf die eltern und meine zukunft als gattin eines von der famlie angeworbenen freiers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so gönnte ich ihm bei besonderer gelegenheit meinen mund, doch meist begnügte er sich mit reiben an meinen schenkeln, wobei die spitze seines gliedes nach den lippen meines schamschlundes lechzte. dann bäumte ich mich ihm entgegen, meine spitze auf seiner und entlockte seinem körper ein gewaltiges zittern. seine hände gruben sich dann in meine brust, machten sie rot und streifig und meinen mund leise seufzen und stöhnen hauchen und wimmern wie ein kind und ihn zittern und zittern und greifen und verwildern. und immer still, keiner darf hören, keiner wissen und meine lust wuchs in meinem kopf und über seinen körper und machte uns zu einem band ohne anfang und ende dehnbar jedoch untrennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die nächte schafften mir privilegien bei tage. ich durfte auf meinem zimmer essen, ich bekam kaffee und süßes, wann immer es mich danach gelüstete. so wurde es februar und ich ins konsultationszimmer gebeten. dies war bereits zur routine gelangt und längst durfte ich ohne schwester hildegard dorthin, auch wenn diese visiten nur dem zweck des sachlichen gespräches dienten, deren mittelpunkt stets meine gesundheit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir werden uns trennen. es ist sein mund, der spricht, sein seelenloser mund. ich soll mein spiel aufgeben? ich haben deinem vater soeben die freudige nachricht deiner genesung übermittelt. und er freut sich auch und seine augen glänzen und er kommt auf mich zu, geht vorbei, geht zur tür, dreht den schlüssel und dreht sich um und geht vorwärts und seine hände greifen den binder, lösen ihn, dann das hemd, knöpfen es auf, schälen es ab, werfen es weg nehmen den binder vom nacken, vom hals, er näher und näher, die hände groß, rau ohne stimme und meine augen schauen und seine hände greifen sich meine und heben sie über den kopf und er führt mich und bindet meine hände mit dem binder und zieht sie höher und den binder an einen haken und ich bin fest und er weitet meine beine und kniet nieder und hebt meinen rock und schickt seinen mund darunter und saugt sich fest und seine hände lösen seinen gürtel und seine hosen gleiten und befreien sein glied und er reibt es und saugt und sein binder reibt meine hände und seine hände reiben ihn und seine zunge reibt mich und ich darf nicht lustschreien, muss stehen und er macht mich tanzen wie ich ihn hab tanzen lassen am band tanze ich auf der stelle und kreise und tanze und will schreien und darf nicht und muss doch und er reibt und saugt und seine hände wandern von ihm fort zu mir empor und reiben weiter und seine lippen werden zungenlos und pressen sich fest und meine brust wird rot unter dem hemd und streifig und sein mund führt mich im tanz, lässt mich kreisen und dann steige ich auf und verstehe, das spiel ist aus...</description>
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    <dc:date>2006-07-05T14:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2281025/">
    <title>erste verhandlung</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2281025/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;T&lt;/font&gt;ag um tag schleppte sich mühsam voran. meine eltern schickten mir einige tücher, dunkel, aus wolle, aus seide und aus einem dieser kunststoffe, wie sie gerade modern wurden. das weiß der wände wechselte mit dem weiß der bediensteten, dem weiß der zimmerdecken und der konturlosen landschaft hinter ebensolchen gardinen. meine wirklichkeit bestand aus schlaf, sehr viel davon, aus essen, ebenfalls reichlich und besinnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder befand ich mich in einer gruft, in diesem mausoleum für die verirrten, hier musste ich hausen, verschlungen vom allgegenwärtigen weiß. ausgesperrt die freuden des lebenden, lebendigen, die musik, die dichtkunst, tanz und erzählen. meine einzige erbauung lag in der betrachtung des dientsmädchens, welches uns das essen bescherte und einem gelegentlichem blickwechsel zwischen dem alten zittergreis und der rotwangigen matrone, welche meinen stuhl am esstisch flankierten. Das klappern der löffel bei tisch ward mir zum tönenden komplizen. seltener anspruch an mein hören, nur schwester hildegard warf mir gelegentliche wortfetzen entgegen, kurze befehle, die tageszeit, hin und wieder ein blechernes lachen aus bläulich-weißen lippen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so rettete ich mich zwischen licht und schatten, schweigen und starren ins neue jahr. Auch der neujahrstag war durchwoben von einer milchigen stille, dumpf schollen geräusche aus der küche herauf, auf den gängen vernahm man das schlurfen der gebeugten, und mir war, als ginge ein zirpen und ein flüstern durch die rohre der zentralheizung. ich lag rücklings in einem meiner leinenkittelchen auf dem bett und warf mit meinen händen schattenspiele auf das weiß der zimmerdecke. da ging der schlüssel, schwester hildegard trat ein dr. brodesser meint, es sei an der zeit für ein ausführliches gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich wäre barfuß durch den schnee gewandert, bis ans ende der welt wär ich gereist für ein paar worte. doch es war ja nur die treppe hinab durch die halle und ein stück weit den korridor hinunter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dr. brodesser saß nicht unter seinem bild. er stand am fenster und umklammerte die gardine wie ein bootsmann das segeltau. schwester hildegard schloß lautlos die tür. nun stand ich da mitten im zimmer unter einem kronleuchter, dessen kristalle glänzten wie gletschereis in der untergehenden wintersonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun, mein kind. ich habe gehört, es geht dir besser. und ohne sich umzudrehen fuhr er fort. du isst manierlich, deine blutwerte sind bemerkenswert, ich denke, es ist an der zeit, dass wir beide uns einmal ein wenig besser kennenlernen. ich sehe ihm fest in die augen. seine brille wirft meinen blick zurück. doch hinter der reflektion entdecke ich eine unbestimmte gier, wie sie sich auflöst in schimmerndem tränenwasser. ein gieriges krokodil, lauernd im schilfgras. das opfer, frohgemut und unbedacht. gerissen, genommen. wie oft? er versteht nicht. wie oft soll ich ihnen zu willen sein, damit ich hier rauskann. er senkt für einen moment den kopf, dann schaut er empor als fände er die antwort im schimmernden kristall. er nähert sich, ich kann ihn atmen, er verspricht mir leben, freiheit. liebe als materialismus, eine wunderbare idee. zwei rosstäuscher verhandeln ihr gelüst. er umschlingt mich, küsst mich in die ecke, atmet mich gegen die wand. fest greife ich seinen arm, mit der kraft des bedrohten schafes drücke ich ihn zurück, fixiere seinen blick. erst die antwort. wie kann ich denn, habe ich die ware doch noch nicht getestet. und wenn sie gefällt, was sind meine garantien du musst vertrauen. ich will den schlüssel. den zu meinem zimmer. es ist zu deinem schutz. man weiß doch nie, wes wirrer geist .. dann schließ ich ab. von innen. und ich nehme seine hand, lecke seine fingerspitzen. dann erlaube ich sie an meinen busen. er atmet mich und ich atme ihn und sauge seine fingerspitzen und sie wandern und reiben meine scham und ich taste nach seinem gürtel und entblöße seinen unterleib und nehme sein glied zwischen meine brüste und lasse ihn tanzen, ganz sanft, auf und nieder und meine hände greifen und sein glied tanzt und kreist zwischen meinen brüsten und meine knospen blühen auf und er tanzt den tanz der kobra, wiegt auf, wiegt ab und vor und hoch und presst und reibt und wir sinken und sinken und sinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und ich liege auf meinem bett, beobachte das schattenspiel meiner hände an der zimmerdecke und die tür ist verschlossen und ich sehe den schlüssel, wie er steckt, dort im schloss...</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-07-03T12:58:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2241618/">
    <title>abendmahl</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2241618/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;I&lt;/font&gt;ch musste wohl eingeschlafen sein, ich weiß nicht, wie lange. schwester hildegard stand wieder im zimmer. es sei nun essenszeit, und ob ich nicht etwas hätte, womit ich mein kahlgeschorenes haupt bedecken könne. schließlich sei man hier nicht in einem lager und gebe es sehr wohl einige seelisch derart instabile mitbewohner; schon die kleinste aufregung und wochen der rekonvaleszens seien vergebens. nicht einen gedanken hatte ich daran verschwendet, wie meine äußere erscheinung auf andere wirken möge. und auch dr. brodesser war sie nicht eines kommentares wert. schwester hildegard verließ raschen schritts den raum und kehrte sogleich mit einem taubenblauen seidenschal zurück. den borg ich dir, kind und morgen telegrafier ich nach deinen eltern, damit sie dir etwas eigens schicken können. in der ecke hatte ich eine waschgelegenheit entdeckt, ein schmales porzellanbecken, darüber eine ablage für zahnbürste und dergleichen. ein spiegel aber fehlte. ich wusch mir die hände und benetzte mein gesicht. dann band ich mir den schal um den kopf gleich als einen turban, schlüpfte in meine pantoffel und schritt in meinem nachtkittel stolz wie ein beduine aus dem zimmer.&lt;br /&gt;
nichts in dem großen würdigen hause erinnert an das christfest. kein zweiglein, keine englein wie sie meine mutter so gern überall in der stube herum stellte, große als kerzenträger, kleine hölzerne oder auch aus porzellan, fliegende hölzerne mit wattehaaren, welche an tannenzweigen schwebten. der schönste aber thronte jedes jahr auf seinem ehrenplatz hoch droben auf der spitze unseres christbaums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im speisesaal saßen sieben personen, fünf männer und zwei frauen. sie sprachen nicht, sie bewegten sich nicht einmal, saßen stumm an einer großen tafel. auch hier ein alles dominierendes weiß, die stühle, das tischtuch, die teller, die trinkbecher und selbst die serviettenringe. der raum war vollkommen schmucklos, keine kerzen, keine bilder an den wänden, nichts, was die patienten in ihrer genesung hätte ablenken können, in ihnen düstere ahnungen anstoßen oder dergleichen unvorhergesehener dinge, welche das konzept des dr. brodesser störten. nur die weißen gardinen und ebensolche vorhänge schienen gestattet, diensten womöglich dazu, die welt vor den fenstern ebenfalls in ein alles verschluckendes weiß zu tauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwester hildegard führte mich wortlos zu dem einzigen freien stuhl an der stirnseite des tisches. ich setzte mich zwischen einen gelbbleichen zittrigen greis und einer üppigen matrone mit hochroten wangen, faltete meine hände in den schoß und starrte genau so stumm wie alle anderen auf das tischtuch vor mir, in der hoffnung, es handele sich um ein tischlein-deck-dich, auf das man nur lange genug schauen muss und es erscheinen einem die fantastischsten speisen. doch nichts geschah. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
messer und gabel fehlten und neben dem teller lag bloß ein löffel, so dachte ich denn, es gebe wohl suppe oder einen griesbrei. und da war auch schon ein klappern zu hören, so wie es klappert, wenn edda, unser dienstmädchen mit dem servierwagen vorfährt. und wirklich, auf dem wagen standen drei große schüsseln, dampfend und wie war ich erstaunt, als ich sah, was sie enthielten: in der einen dampften salzkartoffeln vor sich hin, in einer zweiten purzelten erbsen und runde möhrchen rföhlich durcheinander und in der dritten war ein gar köstlich duftendes gulasch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die servierschwester war jung, kaum älter als ich selber. Ihre flachsblonden haare waren zu schnecken um den kopf geflochten, darüber trug sie ein keckes häubchen. ihre beine waren kräftig vom vielen laufen, die strümpfe, wie alles hier, weiß, weiß das gestärkte kittelchen, weiß auch das steife schürzchen, welches sie straff um ihre unwahrscheinliche taille gebunden hatte. zu gern hätte ich sie berührt. wie sie mir nahe ist, erst die kartoffeln auf den teller, dann kullert das gemüse  sie schaut mit kulleraugen  und zuletzt, da lächelt sie und gibt mir zweimal vom gulasch und lächelt wieder und schaut und kullert und ich möchte sie greifen, ihre knie küssen, ihre hände, die den schöpflöffel halten, mit der zunge die zarten knöchel ertasten unter dem sprenkel von sauce, ihren bauch an meinem, die zarten knospen ihres busens spüren, wie sie fest werden, den hals schmecken. und sie geht weiter zu dem tattergreis und lächelt, lächelt durch ihn durch, es ist mein lächeln, meins, meins, meins. nur für mich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt ist sie fertig. die schüsseln stehen auf dem servierwagen. sie sind leer. man hat strenge regeln. dies ist ein geordnetes haus. jede störung bedeutet schaden für den patienten. die seele ist ein empfindliches organ. es braucht schonung. ein gong sagt, ihr dürft essen. die messer und die gabeln, es wird sie nicht geben. alles ist zum schutze der patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so essen wir schweigend. alles ist schweigen. und der schnee draußen in der weihnachtsnacht, der schluckt alles, was sonst hätte klingen können. und mit den pantoffeln, da machen meine tritte keinen laut, nicht auf der treppe, nicht auf dem gang und nicht im zimmer. und ich nehme das tuch vom kopf und spüre, wie sie wachsen, die haare, sie sind hart und rauschen in meiner handfläche. schwester hildegard bringt einen nachttopf und einen becher wasser und dann schließt die tür und der schlüssel dreht im schloss, ganz schnell und ich bin wieder allein mit der stille.</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-26T14:29:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2213640/">
    <title>ferien</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2213640/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;R&lt;/font&gt;ebecca war tot. unwiderbringlich verloren. hatte sich gerichtet, ihre unschuld wiederhergestellt. dies ereignis bescherte uns vorzeitige weihnachtsferien, ein bitteres geschenk, welches lange schatten warf, eine dunkelheit, die zu schwer auf mir lastete als dass ich sie lange ertragen hätte können. so saß ich schwermütig herum, aß nicht, sprach nicht, bedauerte meine freundin und vor allem aber mich selbst. biss mir die fingernägel ab und schor mir das haupt, verbrannte nägel und haare und rieb mir die asche über bauch und brust. drei tage später brachten meine eltern mich in ein krankenhaus. ein privates sanatorium unter der leitung eines gewissen dr. immanuel brodesser, einer unbestrittenen koryphäe auf dem gebiet der gemütskrankheiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so ward ich wieder der obhut fremder kräfte übergeben, die sich meiner charakterformung anzunehmen hatten, auch diesmal gegen ein passables entgelt. und wieder waren es über wohl und wehe wachende schwestern, mit adrett gesteiften hauben und wehenden weißen kitteln, durch einen unsichtbaren tränenschleier blickte ich hier ein zerrbild meiner selbst, die gruft jedoch nicht schwarz gedeckt sondern von einem hellen gelbton. die bettstatt im zentrum, ein lichtes weißlackiertes gestell aus metall mit einer festen matratze darauf, einer ebenso hellen decke, doch ohne nur ein einziges kissen, dafür mit ledergurten ausgestattet, zum schutz des personals, so hieß es, und vor allem der gäste vor sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles, was ich für meinen aufenthalt brauchte, (von dem ich allerdings nicht wusste, wie lange er währte) hatten meine eltern mir in einen großen, grünen lederkoffer gepackt. ein paar einfache nachtkittel aus grobem leinen und ebensolches unterzeug, wollene socken, filzpantoffel, eine graue strickjacke, meinen alten blassblauen morgenrock, den meine mutter am kragen schon mit gelbrosa flickwerk ausgebessert hatte -  einen neuen zu besorgen war ich ihnen in meinem zustande wohl nicht wert - dazu ein einfaches, dunkelrotes samtkleid mit weißem spitzenkragen, ein paar weiße kniestrümpfe und schwarze lackschuh für den sonntäglichen kirchgang, darauf zu achten, dass ich diesen wieder aufnähme sobald es meine gesundheit zuließe war ärzten wie pflegepersonal von meinem vater dringlichst an herz gelegt worden:buße tun, sie muss buße tun. wie soll sie sonst je wieder ihren frieden mit gott finden? und natürlich die kleider, welche ich trug, als ich gekommen war: unter einem  schwarzen boucléecape ein graues winterkostüm aus wadenlangem rock und taillierter jacke, dazu eine schlichte weiße seidenbluse, ebensolche strümpfe und mein bestes unterzeug. wenigstens das hatte ich unter den wachsamen augen des elterlichen personals auf diese weise noch herausschmuggeln können. ich verstaute alles sorgsam in dem großen eichenschrank meines zukünftigen appartements und nun saß ich auf dem einzigen stuhl und wartete darauf, dass man mich dr. brodesser vorstellte. noch heute, so hatte er meinen bekümmerten eltern versprochen, würde er mich in augenschein nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jemand spielte klavier. dumpf klang es durch meine tür. ich öffnete sie  nicht verschlossen? und der raum füllte sich mit walzerklang, fröhlich kreiselte es durch die luft, lachen stieg hinauf, dann stimmen und klackern und wieder lachen und kreiseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fräulein von d? da ist eine hand. ich nehme sie. gestatten, dass ich mich vorstelle. ich bin schwester hildegard. kommen sie. musik. füße. die hand dr. brodesser möchte sie kennenlernen. die hand befreit sich aus meiner. immer noch stehe ich bei der tür inmitten der musik. jemand hat vergessen, meinen mechanismus aufzuziehen. dann ist die musk verstummt. und wieder stehe ich vor einer tür. schwester hildegard klopft daran. dann geht die türe auf und ich hindurch und das zimmer hinter dieser tür hat mich geschluckt. dr. brodesser!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein großer kopf vor einer holzgetäfelten wand, darüber ein porträt des selben kopfes  da war er noch ein wenig jünger, doch die haare sind gleich und auch die brille scheint die selbe nur die augen schauen anders, schauen mich, schauen durch mich, schauen an mir auf und ab dann sagen sie dem mund, er soll lächeln und dann sprechen und den mund sagt: herzlich willkommen, junges fräulein. und dann lächelt er weiter, während die augen noch schauen, aber ohne brille. die liegt jetzt vor dem kopf auf einem schreibtisch, einem, wie ihn eine sehr wichtige person aufzustellen pflegt, mein vater zum beispiel. nun da liegt also die brille und schaut und kann nicht lächeln und ich kann nicht lächeln und mein mund will gar nichts sagen, doch dann tut ers einfach und spricht, sehr leise: guten tag &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und jetzt liegen da auch hände auf dem schreibtisch, große hände. bestimmt kann man damit gut klavier spielen und vielleicht auch führen beim walzer oder anderen tänzen. und untersuchen und tasten und messen und zusammen mit den augen herausfinden, was dem kranken fehlt. und der mund, der mich begrüßte, spricht weiter, spricht freundlich: sie sind traurig, das hat ihr herr vater mir erzählt. ihre freundin ist... und ich schaue und mein mund zittert und die augen sehen nicht du der mund spricht weiter nun, sie waren zugegen,. als ihre freundin freiwillig aus dem leben ging. sie müssen nicht darüber sprechen, wenn sie nicht wollen. noch nicht. aber ich würde gerne ein paar dinge über sie erfahren. sie sind oberschülerin? darf ich fragen, wie alt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich werde 18. am 16. januar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann machen sie jetzt ihr matura?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ja, das heißt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir werden sehen und dann will er, dass ich mich frei mache, bitte auch das leibchen und ein kaltes stethoskop saugt sich fest an meinem rücken. ich soll atmen und noch mal und tief und jetzt nicht und dann vorne und ich atme schneller, da ist es wieder, dieses gefühl, welches schuld ist an meinem zustand und der doktor blickt ernst und schüttelt den kopf und horcht und sagt bitte jetzt nicht atmen und das herz, es ist das herz. es flattert. dann will er meine zunge sehen und mein mund ist trocken und die zunge blass und schleimig und ich brauche diät, am besten gleich. und schonung. und bäder. ja, es sei das herz. und auch der magen. Ich brauchte jetzt ruhe und gleich käme schwester hildegard und nähme etwas von meinem blut. und dann leuchtet er noch mit einem lämpchen in meine ohren, zieht mir die augenlider hoch und runter und leuchtet mich ein wenig blind und dann tanzen flecke im zimmer und da ist sie wieder, die musik. und der doktor, der ist ein großer mann, mit musikalischen händen und seine beine, die würde ich gern versuchen, wie sie tanzen können...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwester hildegard holte mich ab und führte mich durch ein gewirr von korridoren zu einer weiteren tür. das labor. in meiner fantasie waren labore stets orte einer ansammlung seltsamer gerätschaften und elexiere, und in einer fernen ecke rußte ein öllicht. Dieser raum hier war weiß. weiß die fliesen auf dem boden und weiß gekachelt auch die wand. weißlackierte tür- und fensterrahmen, ein weißer ölanstrich über decke, wandfries und stuckarbeiten. Eine weiße pendelleuchte, weiße schränke. und hätte schwester hildegard nicht ihr gesicht getragen, der raum hätte sie geschluckt. und auch die pritsche, auf welcher ich platz zu nehmen gebeten wurde, war mit einem weißen leintuch bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schwester hildegard holte einen ledergurt aus ihrer tasche, den band sie mir fest um meinen linken arm. sie bat mich, eine faust zu machen, träufelte etwas alkohol auf einen tupfer, benetzte meine armbeuge, um sie dann sanft und lange zu streicheln. blau quoll ihr die ader entgegen. wie von zauberhand stach plötzlich eine nadel und der rote saft floss reichlich in die bereitgehaltene kanüle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hier, nehmen und fest drücken ich nahm den tupfer und presste und dann durfte ich aufstehen und die schwester begleitete mich zurück auf mein zimmer. abendbrot um sechs sagte sie noch. dann schloss sich die tür. der schlüssel drehte im schloss und ich war allein. ich zog meine kleider aus und schlüpfte in einen der nachtkittel. ich hatte ferien, ich war hier und legte ich mich auf mein bett und überlies mich meinen gedanken. ich starrte an die decke, lidschlaglos, bis die augen schmerzten, biss meine lippen, schmeckte warmes metall, der blick verschwamm, die augen wurden nass und ich weinte, und biss mich und die tränen machten mein gesicht nass, das kissenlose bett und fielen und draußen fing es leise an zu schneien: weihnachten</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-21T16:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2193448/">
    <title>verloren</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2193448/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;S&lt;/font&gt;eit jenem trüben novembertag war rebecca noch stiller, noch grauer und noch weniger geworden. mit mir sprach sie kaum noch, doch merkte ich bald, dass es ihr schwer ums herz war, wenn sie mich sah und so beschloss ich, nunmehr selbst das schweigen zu brechen und das auszusprechen, was über die lippen zu bringen ihr unmöglich war: von der besten freundin verraten. missbraucht! wie ein ding genommen, drapiert, geschoben und geschunden von einem eitlen, reichen gecken, dessen höchste lust es schien, als nackter eichelhäher in einer selbstgezimmerten gruft dem andenken seiner toten schwester zu huldigen, in dem er aufknospende junge klosterschülerinnen nach seinem gutdünken platzierte, um sich an ihren hilflosen zuckungen der unerfahrenheit zulaben. dass rebeccas zarte seele für derlei spiele nicht geartet war, hätte ich wissen müssen. und nur weil ich dieses spiel genoss, dieses wissen um die macht, allein mit meinem dasein männer dazu bringen zu können, sich mit ihrem gehabe der lächerlichkeit preiszugeben, nur wegen dieses kleinen, ersten triumphes war sie mir auf ewig verloren, mit ihrem körper, aber vor allem, mit ihrem herzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so schwor ich mir und auch ihr, dass die ereignisse jenes nachmittages für immer in meinem herzen verborgen bleiben sollten. kein wort würde meinen körper verlassen, niemand solle gelegenheit erhalten, den ersten stein auf mein herzblut zu werfen. herr im himmel, was nur, ja was hatte ich getan. ich wollte ihr meinen geldteil schenken, diesen judaslohn ohne vorsätzlichen verrat. sie wies ihn zurück, schlug mich ins gesicht, einmal, zweimal, dreimal, ich weiß nicht, wie oft, dann lief sie weinend in einen der waschräume, ich hörte es würgen und dann kotze sie und spuckte es aus, alles. den ekel, die scham und würgte und kotzte un spuckte und würgte alles empor, auf das nicht das kleinste bisschen seele mehr übrig bliebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann kam sie heraus, griff sich das geld, nickte mir zu und ging. ging schweigend einfach hinaus. nie wieder sollte sie ein wort zu mir sprechen. und die tage vergingen, die uhren drehten sich, immer und immer wieder im kreis, von zwölf bis um neun, vom mitternacht bis zum wecken und meine lust schwand mit dem drehen der uhren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
advent. das kloster wimmelte von bizarrer geschäftigkeit. wir töpferten artige geschenke für brave verwandte. bald würde ich die eintönige betriebsamkeit der lehranstalt gegen die hysterische atmosphäre meines elternhauses tauschen müssen, sähe ihnen zu, den freudlosen angestellten, welche stets stumm und mit niedergeschlagenem blick durch die hohen duklen räume unseres hauses huschten, würde schweigen gegen schweigen tauschen. rebecca wühlte immer noch in meiner seele, ach bitte schenk mir einen blick, ein einziges freundliches wort, meine linke brust tät ich dir geben. doch alles, was rebecca tat, war schweigen. ihr schweigen betäubte meine ohren, meinen verstand. ich konnte nicht mehr essen, nicht lernen, nicht einmal das töpfern wollte mir noch freude machen. den regelmäßigen ausgang verbrachte ich allein. dabei hielt ich ausschau nach meinem eichelhäher, dem hahnrei mit dem kummerbund in der hoffnung auf ein wenig freude unten in seiner gruft. wie würde ich ihn krähen lassen, scharren und singen, immer wilder, immer höher flögen wir hinauf zu tausend sonnen. in seinen sarg würd ich ihn betten, zöge das magische schwert aus dem stein und dann sein geld aus der tasche. doch traf ich ihn nirgends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weihnachten. dieses zauberwort für generationen. für mich bedeutete es trennung. von rebecca. auch wenn sie nicht sprach und auch nicht schaute so war ich ihr hier doch nahe. im schulzimmer, im schlafsaal, beim töpfern. und dann, eines abends, ich konnte nicht einschlafen, da hörte ich sie. rebecca, wie sie aufstand, sich aus dem schlafsaal schlich. ich ging ihr nach. ein fahler lichtschein brach sich in der knarrenden tür. ich hielt inne. kein laut. kein atmer. und dann: geräusche aus dem waschraum, würgen. schluchzen. wieder würgen. und leises stöhnen. ich drückte mich in eine ecke. still, nur still! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie kam wieder heraus, mit wirren haaren, nassem gesicht, speichelfäden um den mund und diesem eigentümlichen phänomen des dunkelheitsleuchten in den augen. sie ging zum absatz der großen freitreppe, welche zum foyer im parterre führte. sie klammerte sich fest an das schmiedeeiserne geländer, für einen moment schien sie zu schwanken, dann tat sie einen schwung und stürzte kopfüber ins leere. kein schrei, kein rudern nur ein hohler dumpfer schlag und ihr schädel war geborsten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein schrilles lachen brach sich in der großen halle. es war mein eigenes.</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-18T16:00:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2189158/">
    <title>lerche und rotkehlchen</title>
    <link>http://callgirl.twoday.net/stories/2189158/</link>
    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;W&lt;/font&gt;ir schliefen, aßen und wir lernten, wir töpferten und lasen, wir sangen und schwiegen und beteten und beobachteten die größeren von uns, wie sie den garten bearbeiteten unter den strengen blicken der flores-schwestern. die kartoffeln wurden gegraben und die rüben gezogen. dann fielen die letzten äpfel. die wochen zogen dahin, die wolkenbilder am himmel welchselten größe, farbe struktur, die sonne ging dahinter auf oder auch davor, ging unter und wieder auf, unter, auf. mal zeigt sie sich gar nicht, malte den tag in einem nichtsdurchdringenden nebelgrau. november.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es war samstag und wir hatten ausgang. als schülerinnen der letzten klasse war es uns gestattet, das gelände nach dem mittagessen verlassen. ohne besondere erlaubnis mussten wir uns um sechs allerdings wieder einfinden. So traten wir hinaus, spannten ein schirmchen auf, gerade große genug, um zwei dicht gedrängte köpfe zu beherbergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein mosiger steig führte vom kloster direkt hinab ins tal. es gab auch eine straße, doch der weg war viel zu lang für unsere kostbare, kurze zeit. doch regnete es schon seit tagen und wir hatten angst, auf dem nassen, steilen pfad auszugleiten und uns unsere kleider zu beschmutzen. denn auch dies hätte nur wieder schmach und strafe für uns bedeutet. schweren herzens entschlossen wir und also für die straße, die sich grau und träge den berg hinabwälzte. schon waren die klostermauern ausser sicht, da plötzlich näherte sich ein wagen. Es war einer jener teuren, edlen und sehr vornehm dukelgrauen mercedes automobile, wie ihn auf rebeccas vater fuhr, ein reicher, zum katholizismus konvertierter jüdischer bankier, der der letalen phobie unserer damals jüngsten vergangenheit glücklicher weise zusammen mit der familie in seinem schweizer exil entkommen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas war anders mit diesem wagen. so hatte er keinen kofferraum sondern war im fond langezogen. seine hinteren fenster verhüllten gardinen von der gleichen farbe und beschaffenheit des novemberhimmels, welcher schwer und müde über unseren köpfen spannte. der wagen zog mit uns gleich und verlangsamte seine fahrt. ein fenster wurde heruntergekurbelt, daraus es sogleich ein einem fort sprach: wohin des wegs, ihr schönen? ins dorf, auf zu großen abenteuern? ihr seid sicher schülerinnen der ehrwürdigen schwestern. und ihr habt heute ausgang. eine anständige sitte, soll man doch hübsche junge nymphchen wie euch nicht wegsperren, sonst werdet ihr am ende noch verstockte alte jungfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich schaute zu rebecca, rebecca schaute zum fenster und ein mann schaute daraus auf uns. er lächelte und sprach sogleich weiter: ihr werdet es nicht gut haben unter eurem paraplue, reicht er doch kaum für einen kopf wie den meinen. wenn ihr mögt, dann chauffier ich euch ein stück des wegs? nun? oder habt ihr etwa angst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem automobil hätten wir ein gutes stück unserer verlorenen zeit wieder eingeholt, ja vielleicht sogar noch etwas dazu gewonnen. also willigten wir ein, wohl ein wenig zögerlich. doch der vornehme herr entstieg seinem wagen und bat uns nach hinten, öffnete die flügeltür des fonds und wies uns an, hinauf zu klettern. darinnen lag nichts als ein paar purpurne und schwarze kissen. darauf sollten wir es uns getrost bequem machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so fuhren wir eine kleine weile wie in einem holzkarussell, mal rechts herum, dann wieder links und immer bergab. aber dann... der wagen verlangsamte seine fahrt, kies knirschte unter seinen schweren rädern. stille. knirschende schritte brachen die stille.. eine zweite stimme. gemurmel. niemand öffnete uns die tür. und wir wagten nicht, es selbst zu tun. und endlich wieder knirschte der kies unter eiligen schritten. die hecktüre öffnete sich und der feine herr  er trug übrigens einen cut aus feinem englischen tuch in der art, wie mein vater ihn liebte  der herr also ließ uns aussteigen. wir befanden uns auf dem kiesbedeckten platz vor einer villa, deren massiger quader weiß dem novembergrau des himmel trotze. eine breite steinteppe führte zum eingang. doch unser wohlmeinder fahrer wies uns einen anderen weg. vorbei an buchsgesäumten rabatten, in denen immergrüne bodendecker dem nahenden winter die stirn baten. dann sahen wir die kleine grüne tür. das war nicht der ort, den zu besuchen wir uns vorgestellt hatten. aber wir wussten auch, dass wir, was immer uns hier jetzt erwartete, keine andere wahl hatten als das spiel zu spielen, dessen karten unser gastgeber längst gemischt hatte. und verteilt, wie wir gleich sehen sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinter der tür befand sich eine schmale treppe. ein modriger geruch verriet uns, dass sie uns in den keller bringen würde. rebecca drängte sich dicht an mich, im dämmerlicht des kellerkorridors funkelten ihre augen wir die einer katze, der man ein streichholz vorhält. auch mein herz wurde klamm. doch schon befanden wir uns in einem hohen raum. überall waren kerzen aufgestellt, große, liliengeschmückte, wie man sie in der kirche findet. An den wänden feiner stoff, eierschalener seidengrund mit allerlei gefiedertem getier, très japonais. den boden deckte ein weicher, schwarzer flor. und in der mitte stand ein sarg, groß, schwarz, offen auf einem schweren marmorsockel. darin kissen von der gleichen art, wie wir sie schon im wagen gesehen hatten. da seltsamste aber war der deckel. er bestand aus zwei gleich großen teilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unser gastgeber lächelte traurig. und dann goß er erneut worte über uns aus: ich kenne die regeln eurer erziehungsanstalt sehr wohl. meine schwester war mit dem kloster sehr vertraut auch sie wurde dort erzogen, meine über alles geliebte schwester. ihr zum gedenken habe ich dieses refugium errichtet. denn keinen tag mehr als 25 jahre hatte unser schöpfer für sie übrig. wir alt seid ihr, meine nymphchen? nun, keine angst, ihr sollt kein opfer meiner rache für das kurze, blühende leben meiner schwester werden, ich möchte euch einzig bitten, mir bei meiner andacht für sie eine weile zur seite zu stehen. niemand wird etwas erfahren. Wollt ihr, o ja bitte, sagt ja. ja ich sehe, ich sagt ja. oh bitte kommt, meine vögelein, lasst mich euch ein paar angemessene kleider bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er reichte mir einen dünnen weißen umhang, knopflos und aus seide und einen purpurseidenen schal. rebecca aber brachte er einen schwarzen kaftan. ein langer schlitz reichte vom gesäß bis zu den knöcheln. er führte uns hinter einen paravent, bat uns diese kleider anzutun, und nur diese. dann ging er hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als er wieder eintrat, wir warteten bereits nach seinen wünschen gekleidet dort, wo er uns verlassen hatte, wussten wir zunächst nicht, ob wir seine maskerade zum lachen oder zum schrecken finden sollten. auf dem kopf trug er einen federbusch in den farben des eichelhähers, die augen verbarg er hinter einer schwarzen maske. dazu trug er immer noch den cut, mit einem silbernen kummerbund um den nackten bauch. und auch der rest seines körpers war bloß bis auf die füße, welche in vogelkrallenähnlichen pantoffeln steckten. rebecca schrie verzweifelt auf, als er nach ihr griff, wollte sich entwinden doch schon ergossen sich beruhigende worte in ihren nacken: komm, meine kleine lerche, hab keine angst, wir werden fliegen, ganz hoch, ganz weit und du wirst dich frei fühlen, ganz frei. ich weiß es, denn ich kann zaubern. und zum beweis schwang er sein erregtes glied wie ein magier seinen stab. Er führte uns nun zu dem sarg und hieß mich hineinsteigen. komm, mein vögelein, streck dich nur aus, komm, lehn dich zurück, ja, so ists gut, schön tief in die kissen. er drapierte die purpurne schärpe über meiner brust. dann zwang er meine schenkel auseinander und bat mit sanfter stimme, sie über den sargrand zu spreizen. er beugte sich dicht über mein gesicht, schürzte die lippen. ich schloss die augen, erwartete seinen kuss und meinen schrei, doch beide kamen nicht, sein mund wanderte tiefer und presste seine haarigen lippenwülste gegen meine haarlosen lustlippchen. sanft, kühl und zungenlos. etwas in mir jubilierte, vibrierte, da war sie wieder, die lustvolle angst des verbotenen, ja vielleicht sogar tödlichen vergnügens. ich war versucht, mich ihm entgegenzurecken. da wand er sich ab und rebecca zu und bat sie höflich, sich auf den sockel zu knien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
andacht erfordert kniefall. erfordert demut. neige dein haupt, meine lerche, presse es in den schoß deiner gefährtin. und nun lass mich dich verzaubern. ich möchte, dass ihr singt, meine vögelchen, lasst uns jubilieren, du meine lerche, du! teile deine freuden mit meinem rotkehlchen. auf das auch es singen mag so schön es kann. singt meine vögelchen, singt auf. es kann euch niemand hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und er stieß rebecca von hinten, sie schrie und er nahm ihren kopf und drückte ihn auf meinen lustmund und er schnappte und öffnete, entwand sich und wurde zurückgezwungen und ich spreizte und er stieß und rebecca schrie und blut lief über ihre beine und er stieß und krähte und scharrte mit den pantoffeln und rebecca schrie und entleerte sich und er krähte lauter und presste ihren mund wieder auf meine scham und ich spreizte und wand mich ihr entgegen und erfuhr ihre zunge, ihre zähne, reibend, fliehend und ihr mund stöhnte und ihr atem rann über meine scham und flutete sie und er stieß langsamer und sie gab auf und wurde gefügsam und öffnete ihren mund und schrie nicht mehr und leckte den süße salzgen lustsaft und ich schrie und er rief, sing mein rotkehlchen, flieg meine lerche. und ich schrie und sang und sang und rebecca sang und flog, flog höher kam zurück und ich sang und flog ihr entgegen und er sang und flog tief in rebecca. und ich sang nicht mehr und rebecca flog nicht mehr und er krähte nicht mehr und zauberte nicht mehr, doch sein stab steckte in ihr und ich stieß sie von mir, mein gesang war zu ende sie sanken zu boden und lösten sich doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oh mein rotkehlchen, hilf mir, zieh mein schwert , befrei es, sei mein könig artus und ziehe das schwert aus dem stein. und ich ergriff den schaft und zog es und  es glitt heraus, blutig und fest und ich hätts gern genommen und wieder versenkt. rebecca aber erhob sich weinend, zitternd und verlangte nach wasser. und er tränkte sie, legte sie auf die kissen und nahm mich beiseite tadelnd. nein mein nymphchen, mein gutes rotkehlchen, dein schatz soll noch verschlossen sein, der rubin soll nicht fließen, nicht eher, als bis ich glaube, dass du reif bist. du bist auserwählt, mich zu retten, mir die schwester zu sein, die mich verließ. dann zog er eine uhr aus der tasche seines cuts und bestimmte, dass es zeit für uns wäre, uns wieder anzukleiden, wenn wir uns denn nicht verspäten wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schweigend stiegen wir in unsere kleider und ich wusste nicht, wie ich rebecca hätte trösten können. unser gastgeber fuhr uns zurück bis zu der stelle, an der wir uns begegnet waren. zum abschied drückte er uns die hände. es fühlte sich seltsam an. als wir sie wieder öffneten, lag ein gefalteter geldschein darin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von diesem tage an würde ich vorsichtiger sein</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
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    <title>Neue erkenntnisse</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot;&gt;N&lt;/font&gt;achdem die aktivitäten meiner kleinen, dünnen fingerchen nun entdeckt worden waren, musste ich nach neuen wegen suchen, meiner experimentierfreudigkeit zu mehr freiheit zu verhelfen. eine davon waren die täglichen mittagsschläfchen, zu denen ich noch weit bis ins schulkindalter verdonnert wurde. &lt;br /&gt;
das kind ist reichlich blass, pflegte meine mutter zu sagen und glaubte, ein stündchen schlaf würde auch bei mir die wiederherstellung dessen fördern, was landläufig unter einer gesunden gesichtsfarbe verstanden wird. doch der grund für meine rosigen wangen und leuchtenden augen lag immer noch an meinen kleinen helferlein, welche mich, sobald sich die tür meines kinderzimmers geschlossen hatte, unter der decke da zu massieren begannen, wo es mir am angenehmsten war. dass ich dabei so gut wie kein geräusch machen durfte und die tatsache, jederzeit dabei entdeckt werden zu können, machten dieses ritual zu einer schieren köstlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach acht volksschuljahren beschlossen meine eltern, meine erziehung von nun an in die hände katholischer ordensfrauen zu legen. so kam ich also in ein internat. ein altes franziskanerinnenkloster, gelegen auf einem hohen berg fern jeglicher irdischer versuchung. 45 mädel in einem klassenraum, in einem dormitorium, im silentium und beim hofgang, welcher meist von schwester leonie beaufsichtigt wurde, einer gestrengen, aber dennoch gerechten matrone mit alterslosem gesicht. sie leitete auch den wöchentlichen töpferkurs, eine willkommene abwechselung unter uns mädchen, da wir hier auch auf kameradinnen der anderen klassen trafen und außerdem freie unterhaltung gestattet war. dies und ein freier ausgang, welcher sich im zweiwöchentlichen turnus vollzog, waren die zunächst die einzigen freuden, die mir und meinen leidensgenossinen zu teil wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in dieser zeit freudete ich mich mit rebecca an, einem dünnen, schüchternen mädchen mit langen aschgrauen zöpfen und hellbrauen augen in einem fahlem gesicht. Ihre lidränder waren von einer farbe, welche johannisbeeren inne ist, bevor die frucht vollständig gereift ist. oft hörte ich sie nachts in die kissen schluchzen. Sicher war sie genau so unglücklich wie ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun lebte ich schon drei lange monate hinter den mauern dieser schier uneinnehmbaren festung, schon gar nicht von einem so kleinen mädchen wie ich es war. meine kleinen helferlein hatten in dieser zeit nicht einmal die chance gehabt, mir meine gewohnten leibesfreuden zu bereiten. da, eines nachts, hörte ich es neben meinem bett atmen. Nein, ich hörte es nicht, ich konnte ihn sogar spüren, den zögernden atem, wie er in meinen nacken blies. Ich wandte mich diesem atem zu und da stand sie: rebecca, tränenschimmernde augen, zitternd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darf ich zu dir in bett kommen. Ich hab so schreckliche angst. ich konnte sie kaum verstehen, so leise war ihr stimmchen. ich hob mein plumeau und rückte behutsam an den rand meiner matratze. mit dem hauch einer bewegung schlüpfte rebecca neben mich unter die decke. nicht auszudenken, was geschehen wäre, wenn eine der anderen aufgewacht und womöglich die aufsichtführende schwester gerufen hätte.  ausschluss vom töpferkurs für mindestens drei wochen oder gar eine monatliche ausgangssperre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so lagen wir denn eine weile dicht an dicht gekuschelt und wagten kaum zu atmen, geschweige denn, uns zu bewegen. und da war es plötzlich wieder, dieses gefühl, dieses erregende des nicht erwischt werden dürfens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rebecca, darf ich dir was zeigen? und ohne ihre antwort abzuwarten, ließ ich die helferlein der linken hand unter ihr nachtkittelchen gleiten. rebecca sprach nicht, bewegte sich nicht, nur ihr atem wurde schneller, ein wenig lauter. meine fingerspitzen begannen zu vibrieren, ich spürte meine zunge über meine lippen gleiten. wie von selbst fuhr meine rechte, freie hand an die lippen des tieferen, nasseren mundes ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so spielte ich mit ihr und mir und wir beide lagen still und atmeten flach und unsere körper waren wie zwei elektrische teilchen, flirrend, suchend, wollen, doch äußerlich ganz unverdächtig. zwei brave zehnjährige mädchen, zusammengerückt wegen eines schlechten traumes, der sie hin und wieder ein wenig aufstöhnen lässt, sie einen leichten duft verströmen lässt und  leise erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir wurden nicht entdeckt in dieser nacht und auch in keiner anderen. und nicht am tage beim gartenschuppen, ja wir schafften es sogar unter den augen der wachsamen, strebsamen strengen franziskanerschwestern, uns unbemerkt an unseren wunderbaren stellen zu berühren bis unsere hände nass wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und es kam, wie es kommen musste, ein paar jahre später,  es war november, wir hatten ausgang. aber davon erzähle ich morgen...</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-16T20:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://callgirl.twoday.net/stories/2178462/">
    <title>erste übungen</title>
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    <description>&lt;font size=&quot;+1&quot; &gt;J&lt;/font&gt;eder fängt mal klein an. dieser unumstößlichen erkenntnis konnte auch ich mich nicht entziehen. so wurde ich denn geboren wie alle menschen, vielleicht etwas größer als einige und etwas kleiner als manche. ein durchschnittlicher säugling mit einem durchschnittlichen gewicht von sieben pfund und einer überdurchschnittichen länge von 59 zentimetern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine absolute ausnahme allerdings war der sommer, in dem es geschah. noch heute berichten die alten von müttern, die ihre babys in die keller brachten, um sie so vor der alles verdorrenden hitze dieses junimonats zu schützen. auf diese weise erfuhr ich bereits früh meine feuertaufe, weshalb ich bis heute dem irrsinn dieser welt meisterlich die stirn bieten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ansonsten verlief meine kindheit eher unauffällig. das schicksal warf mich in ein großbürgerliches heim, papa ökonom, die mutter hausfrau -  nicht ganz, hatten wir doch personal, welches zu beaufsichtigen eine ihrer lieblingsbeschäftigungen war. ein glück für mich, gab es mir doch zeit für ein gelegentliches luftholen zwischen langwierigen dressurakten bürgerlicher sozialisation und mütterlicherseits verordneter küssorgien mit alten tanten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
luxus und langeweile garantiert. so dauerte es nicht lange, da versuchte ich dieser ödnis durch spiele an und mit mir selbst zu entfliehen. leider wurde ich entdeckt und somit alles unternommen, dieser obsession in ihrem gerade aufkeimenden stadium bereits den garaus zu machen. gottseidank war dr. freud bereits tot  meine eltern hätten mich in ihrer besorgnis sicherlich zu ihm geschleift und genau so sicher hätte er aus meinen unbeholfenen versuchen der klitorisstimulation die diagnose penisneid eruiert  dass männer ja nicht anders denken können, hab ich allerdings erst viel später erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
doch davon erzähle ich morgen</description>
    <dc:creator>immekeppel</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 immekeppel</dc:rights>
    <dc:date>2006-06-15T13:27:00Z</dc:date>
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